ENTWICKLUNG

Entwicklung und Konzept

Die Struktur der einst auf dem Areal bestehenden Einzelhandelsimmobilien, der 60 Jahre alte Lichthof und die 30 Jahre alte Theatergalerie, genügte den Anforderunge des modernen Einzelhandels nicht mehr. Die hohen Leerstände bezeugten das eindrücklich.

Das Minto wird dazu beitragen, die gesamte City attraktiver zu machen und Kaufkraft, die über Jahre verloren ging, wieder in die Stadt zurückzuholen.

Der neue Gebäudekomplex umfasst insgesamt 6 Ebenen. Die unteren vier sind für Handel und Dienstleistungen bestimmt, oberhalb davon befinden sich zwei Parkebenen mit insgesamt 600 Stellplätzen.

Eingänge

Dank des Gefälles an der Hindenburgstraße ist es möglich, gleich drei Geschosse jeweils direkt über einen ebenerdigen Zugang zu erreichen.

Am Haupteingang Hindenburgstraße (EG 3) entsteht durch die konkave Einbuchtung der Fassadenbänder eine Trichterwirkung, welche die Führung der Besucher in das Gebäude unterstützt. Gleichzeitig sind die Fassaden am Haupteingang (und an allen weiteren Eingängen) im Gegensatz zur weitgehend geschlossenen Architektur des Gebäudes großflächig verglast, was den Haupteingang zusätzlich akzentuiert.

Der zweite Eingang an der Hindenburgstraße (EG 2) ist zwei Geschosse hoch und verglast. Auch an dieser Stelle weichen die Fassadenbänder geschossweise gestaffelt konkav nach innen, um die Besucher in das Haus zu leiten.

Der Zugang Hindenburgstraße EG 1 (Schuhhaus Klauser – Anschluss Nachbargebäude) besitzt ebenso wie EG 2 die doppelte Raumhöhe und eine nach innen geschwungene Fassadenlinie.

Auch der Nordeingang (EG 2 Norden) an der Steinmetzstraße ist zweigeschossig ausgebildet und verglast, um die nötige Großzügigkeit zu vermitteln.

 

STÄDTEBAU

Städtebauliche Integration

Städtebau und Einzelhandel in Mönchengladbach werden durch das neue Handels- und Dienstleistungszentrum nicht nur deutlich attraktiver, sondern es bietet den Bürgernund Besuchern der Stadt einen erheblichen Aufenthalts- und Erlebniswert; einen neuen Treffpunkt zum „Sehen und gesehen werden“.

Die drei städtebaulichen Leitgedanken sind

  • Vervollständigung der Fußgängerzone
  • Integration der Center-Architektur in die vorhandene städtebauliche Struktur
  • Schaffung eines neuen innerstädtischen „Trittsteins“ zwischen Altem Markt und Europaplatz

Platzgestaltung

In Höhe des Übergangs von der Viersener zur Stepgesstraße wird ein neuer, zentraler Stadtplatz für Fußgänger geschaffen. Er unterstreicht die Verknüpfung zwischen den Center und dem öffentlichen Raum der Fußgängerzone und des Hans-Jonas-Parks.

Künftig bietet die Fußgängerzone somit besonders an dieser Stelle neue Anreize zum Flanieren und Verweilen im Zentrum von Mönchengladbach. Am Kreuzungspunkt zwischen den Plätzen „Alter Markt“ und „Europaplatz“ sowie die Parkanlagen „Hans-Jonas-Park“ und „Adenauerplatz“ entsteht auf diese Weise nicht nur ein weiterer „Trittstein“ zwischen Altem Markt und Europaplatz sondern gewissermaßen auch ein neues Stadtgefühl Mönchengladbach.

 

FASSADEN

Die Fassade

Die Fassade des Minto wurde nach den Plänen des Aachener Büros kadawittfeldarchitektur gestaltet.

Das großvolumige Gebäude wird in geschossweise gestaffelte und in nach innen gewölbte Fassadenbänder gekleidet, deren dreidimensionale Ausformung differenziert auf die unmittelbare stadträumliche Umgebung reagiert. Die weichen Schwünge der vertikalen Lamellenbänder lenken die Aufmerksamkeit der Passanten auf die Eingänge des Hauses, lassen Terrassen und überdachte Freiräume entstehen und thematisieren so die Funktion der Fassade als Schnittstelle zwischen Gebäude und Stadtraum.

Architektur und Natur

In der Höhe orientiert sich das Gebäude am städtebaulichen Umfeld und geht in der Verwendung organischer Formen einen Dialog mit dem Hans-Jonas-Park gleich gegenüber ein.

Auf diese Weise entsteht eine Korrespondenz zwischen Architektur und Natur, die sich in einem noch zu gestaltenden Platz zwischen Center und Park entfalten kann.Verstärkt wird die Homogenität durch die Wahl der Materialien der Fassade: In der warmen Tongebung unterschiedlich gebrannte rötlich-braune Tonlamellen korrespondieren mit rheinischem Feldbrandklinker. Aufgelockert wird die geschwungene Fassade durch verglaste Elemente.

 

KONZEPT

Sehen, fühlen, hören, schmecken, riechen

Das Konzept der Verbindung von Natur und Architektur in der Außengestaltung und der Schaffung eines ganzheitlichen Wohlgefühls des Besuchers setzt sich im Inneren der Center fort. Im „Home of the 5 Senses“ sprechen Farb- und Formgebung, Materialauswahl sowie Duft- und Klangkonzept der Innenarchitektur – geplant von kplus konzept Düsseldorf – alle Sinne an, ebenso wie die neuartige und vielfältige Gastronomie im Food Court (Mintos Deli).

Highlights

Spezielle „Highlightfassaden“, die sich über ein Einkaufsetagen der Center erstrecken, spiegeln diesen Gedanken wieder. Material und Gestaltung verführen zur Interaktion und sind gleichzeitig Hingucker und Anziehungspunkt, „Highlight“ für die dahinterliegenden Geschäfte. So besteht z.B. die Steckfassade aus beweglichen Elementen und animiert den Tastsinn, indem der Besucher einen Abdruck von sich in der Fassade anlegen kann. Die Lederfassade (in Gestalt der Knopfhaftung eines Chesterfieldsofas) spricht durch ihren sanften Duft des Leders den Geruchssinn an und taucht den Kunden in eine luxuriöse Atmosphäre ein.

Die Center laden somit zum ausgiebigen Verweilen im einzigartigen „Home of the 5 Senses“ ein.